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Maria unter dem Kreuz
Kirchenmusik in St. Marien und Heilig Kreuz
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Die Anthon-Feith-Orgel der Kirche St. Marien

Der Paderborner Orgelbauer Anthon Feith errichtete die ursprüngliche Orgel von St. Marien im Jahr 1925. Das weiche grundtönige Klangideal ist ebenso wie das zugehörige Pfeifenmaterial der meisten Register glücklicherweise bis heute erhalten geblieben.

Im Jahr 1979 erfuhr das Instrument vom Berliner Orgelbauer Arndt Stephan eine klangliche Umgestaltung im damals üblichen neobarocken Stil, die jedoch glücklicherweise – im Hinblick auf den ursprünglichen weichen, grundtönigen Klangcharakter – vergleichsweise mild ausgefallen ist. Außerdem wurde die ursprünglich vollpneumatische Orgel (Kegellade) teilelektrifiziert (Register- und Tontraktur) und ein neuer Spieltisch errichtet. Die Orgel eignet sich besonders gut für Kompositionen der deutschen Romantik und Spätromantik (Mendelssohn, Rheinberger, Liszt, Reger, Karg-Elert u. a.), aber auch barocke und französische Werke sind gut darstellbar.

Das Instrument verfügt über 3 Manuale (Klaviaturen), 51 Register (Klangreihen) und ca. 3.500 Pfeifen. Eine bautechnische Besonderheit liegt darin, dass die Orgel eigentlich aus zwei unabhängigen Orgeln besteht, die sich in zwei getrennten, übereinanderliegenden baulichen Bereichen im Inneren des Kirchturms befinden. Die aus dem Kirchraum heraus sichtbaren Pfeifen des Orgelgehäuses sind bis auf 12 Pfeifen stumm und dienen nur der Dekoration. Sämtliche Pfeifen der beiden Teilorgeln sind jeweils in einem Schwellwerk eingeschlossen. Das bedeutet, dass mit zwei Fußtritten am Orgelspieltisch die Lautstärke der gesamten Orgel – gesplittet in Oberwerk und Unterwerk – stufenlos gesteuert werden kann.

Dies eröffnet zahlreiche klangliche Gestaltungsmöglichkeiten, wie sie sonst in nur wenigen Orgeln, insbesondere in Konzertsälen, verfügbar sind.
Der Schwellmechanismus wurde in 2009 elektrifiziert und renoviert.

Spieltisch der Orgel von St. Marien (erbaut 1979)

Für den Organisten kommt erschwerend hinzu, dass der Spieltisch frontal vor dem Klangauslass des Unterwerks steht. Dadurch nimmt er den Klang des Unterwerks relativ laut und direkt wahr, während die gespielten Töne des Oberwerks erst mit akustisch bedingter Verzögerung relativ leise und indirekt aus dem Kirchraum bei ihm ankommen. Der Organist hört sein Spielen im Vergleich zu den Kirchenbesuchern selbst deutlich schlechter und zudem in sich verzerrt. Es bedarf einiger Übung und Gewöhnung, um auf dem Instrument von St. Marien überzeugend spielen zu können. Wenn diese Routine jedoch eingetreten ist, dann bereiten die zahlreichen alten Grundstimmen, die vielen streichenden Register und die charakteristischen Zungenstimmen in der weiten, halligen Kirchenakustik dem Zuhörer und Spieler eine große Freude! In unregelmäßigen Abständen finden nach dem Sonntagshochamt Orgelführungen statt, die im Wochenblatt und bei den Vermeldungen angekündigt werden.

Die letzte Reinigung der Orgel fand 1991 statt. Gegenwärtig ist der Verschmutzungsgrad im Inneren der Orgel wieder sehr hoch, was durch die umfangreichen Arbeiten an den Innenwänden der jüngsten Kirchenrenovierung trotz Abdichtung begünstigt wurde. Somit ist eine aufwändige Grundreinigung und technische Sanierung unausweichlich. Dabei werden alle 3.500 Pfeifen von Hand gewaschen und sämtliche Bauteile demontiert, gewartet und wieder zusammengesetzt.

Daher bitten wir um Ihren Beitrag für die Erhaltung des schönen Instruments zu folgender Bankverbindung:

Kath. Kirchengemeinde Maria unter dem Kreuz
IBAN DE57 3706 0193 6000 7380 32
Verwendungszweck „Orgelsanierung St. Marien"
Pax Bank eG

Eine steuerabzugsfähige Zuwendungsbestätigung wird zugeschickt, wenn zusätzlich eine Adresse im Feld Verwendungszweck bei der Überweisung angegeben wird.

Das Instrument ist dank seiner gut erhaltenen Grundsubstanz, der baulichen Besonderheiten und der schönen Akustik von St. Marien eine Perle in der Berliner Orgellandschaft, die auch künftig Gott zur Ehre und zur Freude der Kirchbesucher prächtig erklingen soll. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Robert Knappe

Links mit weiterführenden Informationen:
Disposition der Orgel
Artikel zur Orgelsanierung
Beim Label Jubal ist kürzlich eine CD "Klangfarben Spätromantik" mit Orgelmusik aus St. Marien erschienen